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Lebenslauf mit Leseproben
Geboren wurde ich 1962 in Köln. Schon während
der Schulzeit begann ich mit dem Schreiben von Lyrik und Kurzprosa.
Es gab erste kleinere Veröffentlichungen.
Nach Beginn des Medizinstudiums habe ich nur noch „für
die Schublade“ produziert. Das nächste größere
Prosastück war, wie ich ehrlicherweise gestehen muss, meine
Doktorarbeit – und die ließ bereits Schlimmes ahnen:
ich promovierte in der Rechtsmedizin.
Hier ein passendes Zitat aus meinem Krimi Vogelfrau:
„Gerichtsmedizin – dieser Begriff ist etwas für
Laien oder für die Sensationspresse. Wir sind ein seriöser
Zweig der Medizin, auch wenn wir häufig als Schmuddelkinder
gel- ten. Wir stehen immer und ausschließlich auf der Seite
des Rechts“.

Inzwischen war ich mehrmals umgezogen. Nachdem ich einen waschechten
Schwarzwälder kennen- und liebengelernt hatte, verschlug es
mich zuerst nach Baden-Württemberg und später in die Schweiz.
Ihm zuliebe paukte ich Dialekt wie eine Fremdsprache. Mein Vorstellungsgespräch
im Sozialpsychiatrischen Dienst in Zürich führte ich teilweise
in Züridütsch um unter Beweis zu stellen, dass ich auch
nachts um zwei in der Lage war drogenbetörte Notfallpatienten
in ihrer ureigenen Sprache anzusprechen.
Auch hierzu eine kleine Textprobe aus der Kurzgeschichte Grenzgänger:
Die Frau seufzt. „Du bisch Schwizer?“ (...) „Hört
man das?“ Er hebt den Kopf. Auf sein Schriftdeutsch hat er
sich immer viel zugute gehalten. „Na, hör mal.“
Es ist nicht die Schwarze. Aber jung ist sie auch nicht mehr. Sie
raucht. (...)
Eigentlich weiß er nicht wohin er geraten ist.
Er weiß es genau.
Schmerzhaft genau. (...)
„So groß ist der Unterschied doch nicht.“ Diesmal
beginnt der Mann. „Ennet der Grenze oder hier.“ Immer
noch spricht er sein bemüht klingendes Schriftdeutsch. Er findet
es klingt ganz natürlich. „Das ist doch kein großer
Unterschied.“ Die Frau tippt Asche in den Aschenbecher. Nun
lächelt sie. Das Lächeln steht ihr nicht.
Der Wechsel blieb auch in den nächsten Jahren eine wichtige
Konstante in meinem Leben.
Ich war mittlerweile stolze Mutter einer kleinen Tochter. Und das
brachte mich auf ganz neue Ideen: gemeinsam mit einer Kindergruppe
entstand das Buch Simons nächtliche Reisen,
dessen zauberhafte Bilder weitgehend von zwei- bis zehnjährigen
Künstlern gestaltet wurden.
Bald schon erwartete ich mein zweites Kind, hatte meine psychotherapeutische
Weiterbildung weitgehend abgeschlossen und - war wieder einmal umgezogen.
Diesmal nach Slowenien (immer noch im Gefolge meines inzwischen
globalisierten Schwarzwälders).
Der Kosovokrieg war die nächste wichtige Zäsur in meinem
Leben. Er fand quasi vor unserer Haustür statt und ich fand
eine neue Aufgabe im ehrenamtlichem Engagement für suchtgefährdete
Jugendliche in Bosnien und traumatisierte Frauen in Kosovo. Meine
beruflichen Kompetenzen konnte ich hier voll einsetzen. Schriftstellerisch
gesehen entstanden in dieser Zeit vor allem Fachartikel und ...
Lyrik. Das folgende Gedicht wurde in der Schweizerischen Kapuziner-Zeitschrift
iTe veröffentlicht:
zerschlagene welt
aus den trümmern
zimmern
wir uns eine andere
sicht – weise
ist sie nicht
Zurück in Deutschland baute ich mir eine
berufliche Existenz als Dozentin in der Erwachsenenbildung auf.
Ich bin aktiv in der Leseförderung für Vorschul- und Schulkinder
in unserer Gemeinde und versuche auf vielfältige Weise meine
Liebe zum geschriebenen Wort in den Alltag einzubeziehen.
Durch die Unterstützung der Singener Schreibwerkstatt gewann
ich zunehmend Selbstvertrauen meine Texte auch einer größeren
Öffentlichkeit vorzustellen. Inzwischen habe ich im Gmeiner-Verlag
einen verlässlichen Partner für meine Krimi-Veröffentlichungen
gefunden. Meine Gedichte stehen u.a. regelmäßig in verschiedenen
Kalendern.
Wie geht’s weiter?
Die Krimi-Reihe um Kommissar Bloch wird fortgesetzt werden. Auch
Slowenien wird eine Rolle spielen .... Die Handlung wird aber nicht
nur geographisch sondern auch im psychischen Sinne über Grenzen
führen.
Außerdem schreibe ich weiter Lyrik – eine kleine Auswahl
meiner Veröffentlichungen finden Sie unter „weitere Indizien“.
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Auf Wiederhören nach der Sommerpause!
Neues Lesungsprogramm ab Oktober

... Dranbleiben!
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