Schädel- und andere Knochen sind ein vertrauter Anblick, Mumien schon etwas ungewöhnlicher, doch eine frische Leiche, noch dazu die eines ihrer Professoren, ist, auch wenn er standesgemäß mit einer Steinzeitaxt erschlagen wurde, für die Mitarbeiter des Archäologischen Landesmuseums in Konstanz nicht alltäglich. Für Kommissar Bloch dagegen reine Routine. Denkt er. Genau wie das Verschwinden seiner 25-jährigen Tochter. Doch Hexenschädel und indianische Rituale komplizieren den Fall und die Sorge von Blochs Exfrau um den gemeinsamen Spross entpuppt sich als berechtigt.
Ulrike Blatter liefert einen melancholischen Krimi, der die Einsamkeit seiner Protagonisten in wunderbar präziser Sprache einfängt. Ein Debüt, das Appetit auf mehr macht.(s. Henke; storysite)
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